gamescom als Besucher: Der Ochs vor’m Heuhaufen
Da war es gestern dann so weit: Nach nunmehr vier Jahren Messe-Auszeit war ich endlich mal wieder auf der gamescom (ehemals Games Convention). Allerdings als Besucher, um zu schauen, wie sich so eine riesige Messe eigentlich ohne Pressetermine, -konferenzen und ständiges Händeschütteln anfühlt. Und eines kann ich vorweg verraten: Schöner war es nicht.
Dabei gab es allerdings ein Hauptproblem: Es war langweilig.
Da ich am gestrigen Donnerstag in die Hallen der Kölnermesse trat, war der Besucherandrang zum Glück noch nicht so groß, sodass man noch recht entspannt durch die gamescom treten konnte. Aber was sollte mich da großartig erwarten? Was sollte mich da kicken? Ehrlich gesagt? Nichts. Entweder die Schlangen waren viel zu lang – Zelda: drei Stunden; Assassin’s Creed 3: zwei Stunden; Metroid: eineinhalb Stunden – die Produkte viel zu uninteressant – Wii HD, ähm, ich meine natürlich Sony Move; EyeToy HD, ähm, ich meine natürlich Kinect – oder einfach nicht vorhanden – Hallo 3DS!
Nein, das war nicht spannend, das war nicht interessant.
Dennoch gibt es einige Tipps von mir, wie der gamescom-Besuch vielleicht doch lustig wird:
- Schaut mal beim ESL-Stand vorbei, da könnt ihr FIFA 11 spielen, ohne beim EA-Stand ewig anstehen zu müssen. Der Grund? Der Zugang ist erst ab 16 Jahren erlaubt.
- Ebenfalls beim ESL-Stand: Quake 3-Matches! Unerreicht.
- Deep Silver zeigt Nail’d! Mein persönlicher Höhepunkt.
- Bei Ubisoft gibt es BWAAAAAAAH-Figuren, wenn ihr Euch bei BWAAAAAAAH anstellt!
- Currywurst, Pommes, Burger, Pizzen sind enorm teuer!
- Bockwurst, Kartoffelsalat, Hähnchenschnitzel bei den Ständen in den Hallen sind überraschend günstig!
- Gaffel Kölsch schmeckt bei dem Wetter tatsächlich!
- Die StarCraft II-Show mit HomerJ ist das Warten leider nicht wert
- Brandalf hat keinen Hut mehr bekommen! Ganz schön billig, die Herren des Landwirtschafts Simulators!
Und da will man ein mal nicht spielen, sondern einen Trailer spielen, was kommt dann? Fallout 3: New Vegas. Mist. Das GamePlay ist eh ähnlich. Männo!
Was bleibt übrig? Die PES2011-Schlange war mir zu lang, Assassin’s Creed 3 interessiert mich nicht so sehr, dass ich zwei Stunden warten möchte. Zelda finde ich zwar toll, aber da war die Wartezeit geschätzte drei Stunden. Aber Nail’d war klasse!
Wollt ihr wirklich länger warten, so empfiehlt es sich, das absolute Highlight bis 17:00 Uhr oder 17:30 Uhr aufzubewahren. Da werden die Schlangen schon deutlich kürzer.
Für das nächste Jahr sollte ich mir wieder einen Pressezugang besorgen.
PS: Der Unterschied Köln-Leipzig ist übrigens gar nicht so groß. Köln bietet mehr Platz außen, was wirklich schön ist. Ansonsten fühlte ich mich in den Hallen aber doch sehr an Leipzig erinnert. Aber hey: ACHT (!) Euro Parkgebühren? WTF?
Edit: Es war wohl, laut Sonic, Quake Live und nicht Q3A. My fault :).
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