Final Fantasy – Warum suckt diese Serie nur so sehr?
Da liege ich so in meinem Bett und starre an mein Final Fantasy VII Advent Children-Banner und denke mir: Ach ja, früher, ja FRÜHER, da war alles besser! Und gleichzeitig kommt mir diese Frage in den Sinn:
Warum suckt Final Fantasy eigentlich nur so extrem?
Ich bin eher ein Späteinsteiger. Angefangen hat es bei mir, wie bei vielen, mit Final Fantasy VII, welches einfach nur fantastisch war. Okay, blödes Wortspiel, aber so war es nun mal. Als ich zuallererst die Weltkarte sah, klappte mir die Kinnlade hinunter. Bis dato dachte ich eigentlich, dass ich nur alle Mako-Reaktoren hintereinander sprengen musste. So eine große Spielewelt hatte ich nicht erwartet.
Final Fantasy VIII und Final Fantasy IX konnten mich noch einigermaßen begeistern. Aber ich will mal ehrlich sein: Final Fantasy VIII war nicht gerade die spielerische Krönung des Japano-RPGs. Abgesehen davon, dass ich die Charaktere irgendwie nicht mochte, war mir dieses Spiel irgendwie zu „generisch“. Charaktere konnten irgendwie alles machen und werden, was ich nie so recht mochte. Final Fantasy IX war dagegen irgendwie schön, aber nicht ganz so grenzgenial wie der siebte Teil.
Vielleicht waren es die Charaktere?
Denn als ich letztens endlich Tales of Symphonia: Dawn of the new world durchgezockt hatte, fiel mir auf, dass der Hauptcharakter doch eine sehr extreme Version von Cloud darstellt. Und Clouds Verschlossenheit, seine Selbtszweifel und sein persönliches Wirrwarr waren es, was FF7 ausmachten. Okay, Squall war auch verschlossen. Aber als Spieler hatte man dennoch alles mitbekommen und abgesehen davon war Squall einfach nur ein Douchebag! Was konnte der eigentlich? Alles, was er von sich gab, war „Whatever dies, Whatever das!“. Gott, ich habe ihn gehasst.
Und irgendwie wurde ich seit Final Fantasy X nicht mehr warm mit der Serie.
Da hat man diese riesige, klobige PS2 gekauft – Okay, die PS3 ist klobiger…aber das wusste man damals ja noch nicht! – und dann kommt so ein komisches Spiel dabei raus. Auch wenn Grafik, Präsentation und Soundtrack mal wieder fantastisch waren: Das Spiel hat mich nicht vom Hocker gehauen. Auch hier hat mich vor allem der Protagonist, Tidus, genervt. Und Yuna, und Wakka und…ach, alle! Am meisten nervten mich allerdings diese gähnend langweilige Leere auf den Wegen zwischen den Städten und die irgendwie nicht fesselnde Geschichte. Und vor allem: DIE SPRACHAUSGABE. Die war ja schrecklich, irgendwie.
Final Fantasy XI ist ein MMORPG, dazu später vielleicht mehr. Nur so viel: Warum spielt man sowas eigentlich?
Den zwölften Teil habe ich mir dann nicht mehr gegeben. Das fand ich doch alles komisch. Soweit ich mitbekommen habe, wurde alles noch größer und die Wege noch leerer. Ne, danke, das ist nicht meine Welt. Was bleibt? FF8 war doof, FF9 war okay, FF10 war super doof, FF12 war scheinbar enorm doof! Der dreizehnte Teil sieht allerdings wieder etwas interessanter aus, trotz aller „negativen“ Berichterstattungen. Mal sehen, vielleicht probiere ich’s ja noch mal. Dennoch: Squall ist…arg, gnnn, meeeeh! Er ist doof!
PS: Ich bin bei Final Fantasy IX mittlerweile bestimmt schon acht Mal bis zum Nebel gekommen. Danach habe ich im Wechsel meine Festplatte formatiert, den Emulator verloren, den Rechner gewechselt oder das Spiel einfach vergessen. Mann! Ich muss das Spiel endlich mal zu Ende spielen!
PPS: Emil ist enorm verstörend.
